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Vom Eiskunstlauf zur Kälteplanung

Sina Gautschi hat ihre Lehre bei Anex abgeschlossen und ist seit 2025 Teil des Coex-Teams. Warum ihr Weg sie von der Eisfläche zur Industriekälte geführt hat und welche Themen sie besonders faszinieren, erzählt sie im Interview.

Was hat dich zur Heizungsplanung geführt?

Ich fand Baustellen schon als Kind spannend. Diese Dimensionen und die Vorstellung, wie ein Gebäude entsteht, faszinierten mich. In der Heizungsplanung habe ich genau das wiedergefunden. Mir gefällt es auch, Systeme zu entwickeln, die im Alltag echte Wirkung haben, wie etwa Fernwärmenetze.

 

Du hast im Sommer 2023 deine Lehre bei Anex abgeschlossen. Weshalb fiel deine Wahl auf Anex als Ausbildungsbetrieb? 

Als Teenager war Sport meine erste Priorität – ich habe intensiv Eiskunstlauf betrieben. Parallel dazu habe ich Berufe in verschiedene Richtungen angeschaut. Gleichzeitig hatte ich durch meinen Vater schon früh Berührungspunkte mit der Gebäudetechnik. Er arbeitet als Geschäftsführer bei Anex, dadurch bekam ich immer wieder Einblicke in grosse Gebäude und komplexe Anlagen. Als ich begann, mich genauer mit technischen Berufen zu beschäftigen und Anex und das Team besser kennenlernte, war für mich schnell klar, dass eine Ausbildung bei Anex das Richtige für mich ist. 

 

Was hat sich seither getan?

Nach meinem Lehrabschluss habe ich mir einen Monat Auszeit genommen, um nach der Prüfungsphase durchzuatmen und zu überlegen, wie es weitergeht. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht genau, in welche Richtung ich mich weiter vertiefen möchte. Doch es war schnell klar, dass ich bei Anex bleiben will, mich jedoch breiter ausbilden möchte. Die Arbeit hat mir gefallen, die Projekte haben mich interessiert und ich habe mich im Team sehr wohlgefühlt.

 

Wie bist du dann bei Coex gelandet?

Ich war nach der Lehre neugierig auf etwas Neues. Als Coex gegründet wurde, hat das perfekt gepasst: Bei vielen Fernwärme- und Energieprojekten, die mir am meisten Spass machen, ist Coex eingestiegen. Als sich die Möglichkeit bot, bei Coex anzufangen , habe ich deshalb nicht lange gezögert.

 

Wie hast du die Zusammenarbeit im Coex-Team in deinen ersten Monaten erlebt?

Dadurch, dass Coex klein ist, läuft vieles persönlich ab. Das gibt auch eine andere Flexibilität, was ich sehr schätze. Gerade, weil ich die berufsbegleitende Matura mache. 

 

In welchem Bereich willst du dich noch weiter vertiefen? 

Im Moment braucht die Matura zwar viel Zeit, doch ich möchte mich auch fachlich weiterentwickeln. Bei Coex bin ich stark mit Themen rund um die Industriekälte in Berührung gekommen, und genau dort möchte ich weiter eintauchen. Besonders fasziniert mich, wie viel Potenzial in Energiequellen wie Abwärme steckt und wie man solche Ressourcen sinnvoll in bestehende Systeme integrieren kann.

 

Auf welche beruflichen Momente bist du besonders stolz?

Besonders faszinierend ist es für mich immer, wenn ein Modell fertig ist und ich – auch virtuell – durch die Anlage gehen kann. Da sieht man die Dimensionen und wie sich die vielen einzelnen Planungsschritte zu einem funktionierenden System zusammenfügen. Ein paar Monate später in derselben Anlage zu stehen und zu sehen, wie alles zusammenkommt und funktioniert, sind Momente, auf die man wirklich stolz ist. Während meiner Lehre wirkte ich vielseitig am Anex-Projekt Hotel Kulm St. Moritz mit. Dabei war ich von Anfang an eingebunden, besuchte häufig die Baustelle und konnte den gesamten Projektablauf hautnah miterleben. Solche Aufgaben gefallen mir besonders, weil ich dort die ganze Entwicklung nachvollziehen kann: von der ersten Zeichnung über die Montage bis hin zur fertigen Anlage. 

 

 
Wie fühlt es sich an, nach all den Jahren auf dem Eis hinter die Kulissen zu blicken?

Als Eiskunstläuferin denkst du selten darüber nach, was hinter der Eisfläche passiert oder wie viel Energie dahinter steckt. Heute finde ich genau das spannend. Zum Beispiel die Systemerneuerung der OYM Hall (ehemals Bossard Arena) in Zug ist für mich auch ein Projekt mit persönlicher Bedeutung. In der Anlage trat ich früher selbst auf. Jetzt darf ich die Anlage aus einer völlig neuen Perspektive betrachten. Das fühlt sich schon besonders an.

 


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